Archive for November, 2007

Es weihnachtet sehr! - Die zweite!

Freitag, November 30th, 2007

Nun haben Sie bereits über Ihre Gedanken zum Fest nachgedacht? Welche Dinge sind Ihnen eingefallen, die besonders waren im vergangenen Jahr? Was ist Ihnen besonders im Herzen und im Kopf geblieben?

Um eine gelungene Rede zu schreiben und diese auch frei vortragen zu können hier nun unsere Anleitung. Welche wir bis zum Neuen Jahr für Sie online lassen:


Be-Na-Her-Se-Ta-Ho (Klingt doch schon fast wie HOHOHOH)

Begrüßen – Namen – Herkunft – Seele – Taten – Hochleben

  1. Begrüßen Sie nacheinander den Jubilar/die Ehrengäste, die Vereinsmitglieder, alle übrigen Anwesenden.

  2. Eröffnen Sie mit einem Bezug zum Namen, Namensgleichheit mit Persönlichkeiten oder besonderen Eigenschaften, die einem solchen Namen zu geschrieben werden. Unserem Fall als der Weihnacht - welche anderen Namen hatfarbe_kurz.gif dieses Fest und wer feiert es noch?

  3. Beziehen Sie sich im Anschluss auf die Herkunft oder äußere Begebenheiten die charakteristisch für die Personen und für Ihre Firma sind. Schauen Sie zurück und ziehen Sie Bilanz. Es war ein tolles Jahr, also feiern Sie auch!

  4. Beschreiben Sie weitere Eigenschaften der Seele und des Körpers, die die betreffende Sachlage oder die besprochene Person besonders gut loben oder tadeln. Das gilt nicht nur für Personen, sondern vor allem auch für Ihre Firma. Wer ist die gute Seele der Firma, wer der Antriebsmotor und ohne wen wäre es besonders einsam? Nutzen Sie die Gelegenheit die Menschen ins Rampenlicht zu setzen, die das Jahr über im Dunklen stehen.

  5. Anschließend seien die Taten und Wohltätigkeiten des zu Lobenden zu preisen. Was hat Ihre Firma zum Bespiel erreicht in diesem Jahr? Welche Kunden haben Sie gewonnen? Welche Projekte erfolgreich abgeschlossen und welches Team hat sich am besten geschlagen. Bauen Sie vor allem hier Anekdokten ein und lassen Sie Ihre Stimme und Ihre Zuhörer schmunzeln.

  6. Schlussappell: Bringen Sie Ihre Verbundenheit mit den Jubilaren und der Firma zum Ausdruck. Fordern Sie zu einem gemeinsamen Hochleben auf oder bitten Sie die Anwesenden, ihr Glas zu erheben.

Erinnern Sie sich gemeinsam an schöne, aufregende aber auch emotionsgeladene Situationen im vergangenen Jahr. Fragen Sie dazu auch getrost im Kollegenkreis herum? “Was war eigendlich die schwierigstes Aufgabe, die wir gelöst haben?” Beziehen Sie immer wieder Ihre Kollegen namentlich in Ihrer Rede mit ein.

Ganz wichtig! Genießen Sie den Applaus. Baden Sie daran und laufen Sie nicht davon. Der Applaus und das Lachen sind Ihre Bezahlung für Mühen, die sich in der Vorbereitung geben.

Ich wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten und ein gelungenes Fest sowohl mit Ihren Lieben als auch den Kollegen und Kunden.

Vorweihnachtliche Grüße sendet,

Judith Torma, M.A.
copyright liegt bei Judith Torma 2007

effektiv Netzwerken auf Xing!


Wenn Sie dabei Hilfe benötigen, dann stehe ich gern zur Verfügung schreibe mit Ihnen oder auch gern für Sie Ihre Weihnachts- oder Sylvesterrede.

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Es weihnachtet sehr!

Donnerstag, November 29th, 2007

Die Zeit der Weihnachtsfeiern hat wieder begonnen und damit auch die Zeit der vielen Weihnachtsreden. Nun ist das ja kein neues Ereignis, sondern Festlichkeiten gab es schon immer und feierliche Worte zu dazu ebenfalls. Die Antike kennt ebenfalls das Prinzip der Festrede und in diesem Sinne hier mein Rat für Sie:


  • Was wissen Sie alles über den Jubilar/die Firma/das Produkt?Und wie verlief das letzte Jahr?
  • Arbeiten Sie hier mit einer Freien Assoziations-methode um erste Einfälle festzuhalten. (Benutzen Sie dafür ein weißes A4 Blatt)
  • Um Ihre ersten Beobachtungen zu untermauern benutzen Sie die nachfolgende Checklisten. (Folgt morgen)
  • Wählen Sie jetzt vier bis fünf Aspekte aus, die Sie in Ihrer Lobrede verwenden wollen! Schreiben Sie diese fünf Aspekte auf eine neues Blattpapier, ums so mit dem nächsten Arbeitsschritt – der Erstgliederung zu beginnen!
  • Vorversprachlichen Sie Ihre Erstgliederung und achten Sie dabei auf Ungereimtheiten und gute Ideen für Übergänge.
  • Da eine Festrede häufig einen hohen Aufmerksamkeitsstatus hat, empfiehlt es sich Ihre vollständige Redegliederung aufzuschreiben.
  • Nun gilt es die Rede wiederholt vorzuversprachlichen und dann: üben, üben, üben
  • Breiten Sie mit ersten Eindrücken Ihren Redeinhalt vor! Morgen zeige ich Ihnen in welcher Reihenfolge und mit welchen Bestandteilen wir eine Festrede zu Weihnachten oder auch zum Neuen Jahr beginnen.

    Ich freue mich auf Ihren Besuch morgen!


    Weitere hilfreiche Informationen finden Sie hier:

    Sprache wirkt nach außen!

    Dienstag, November 20th, 2007


    “Anne Will. Und das ist gut so.” So lautet die Überschrift eines Artikelbaums der Gruppe Wirtschaftssprache auf Xing. Es wird dabei heiß diskutiert, ob es angebracht ist über das Privatleben der Anne Will und Ihrer Äußerung, dass sie eine gleichgeschlechtliche Partnerin hat, zu diskutieren.

    Mich wundert eher, dass der Ausspruch “Und das ist auch gut so” der von Klaus Wowereit stammt, so selbstverständlich übernommen wurde. Hat die Aussage von Klaus Wowereit es geschaft in die Klassikersammlung der deutschen Sprache zu gelangen? Verbinden wir als Hörer und Leser hier bereits einen bestimmten Kontext? Bewegen wir uns bereits in einerPodcast - reingehört Sprache, die so stark vordefiniert ist, dass wir sie wie selbstverständlich gebrauchen und unsere Rezipienten auch wissen, was wir beabsichtigen? Hören Sie selbst rein, in die Rede von Klaus Wowereit.

    Es wird auf der Webseite von Herrn Wowereit auch bereits gezeigt, dass dieser Ausspruch in anderen Ländern aufgegriffen und verwended wird.

    Die rhetorischen Eigenschaften:farbe_kurz.gif

    1. kurz und knapp (lat. brevitas)
    2. einprägsam (lat. perspikuitas in verbis coniunctis)
    3. Altagsprache (lat. genus subtile)
    4. Aufforderung - in diesem Fall - es gibt darüber keine Diskussion (lat. telos)

    Was mehr braucht eine gute, griffige Formulierung in unserer heutigen zeitgedrängten und auf 30 Sekundenaussagen geprägte Medienwelt mehr.

    Das Satzfragment “und das ist auch gut so” hat ein eigenständiges Leben entwickelt und sich damit ganz sicher einen Platz in unserer Sprachwelt erobert. Die Frage für uns Nutzer, Redner und Zuhörer ist doch sicher immer die Frage nach Angemessenheit und da können wir im Fall der Anne Will sicher diskutieren. Die Aussage an sich durch Herrn Wowereit ist und bleibt jedoch aus meiner Sichtweise Bestandteil unserer Sprache!

    Es grüßt auch heute wieder mit Herz und Verstand,

    Judith Torma XING