Hermogenes aus Tarsos, griech. Rhetor (etwa 160 bis 225 n. Chr.). Bestaunt als Wunderkind, deklamierte Hermogenes bereits im Alter von 15. J. vor Kaiser Marcus, aber sehr früh verzichtete er auf öffentliche Auftritte und widmete sich ausschließlich der Schriftstellerei. Seine Werke sind nicht auf die rednerische Praxis, […] sondern auf den Schulbetrieb zugeschnitten. Hermogenes, der zu Lebzeiten als Theoretiker kaum Beachtung gefunden hatte, wurde vom 5. Jh. an in zunehmendem Maße allererste Autorität.[1]
[1] Gärtner 1979, Band 2, Sp. 1082.
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