Archive for August, 2007

Wenn Frauen reden?

Sonntag, August 19th, 2007

Hören Männer dann zu? Diese Fragen stellen sich wohl sowohl Frauen als auch Männer. Nun die Rhetorik ist die „ars observatio“, die Kunst des Beobachtens. Einige Menschen haben sehr genau beobachtet und Erstaunliches festgestellt:

Frauen reden anders.

In der westeuropäischen Gesellschaft reden Frauen sowohl aus der sozialen Prägung heraus also auch vom Gemüt her anders als Männer. Im Allgemeinen wird die Sprache der Frauen als Beziehungssprache bezeichnet, da sie eher auf das Fragen und den Konsens ausgerichtet ist.

Das ist gut zu wissen, aber können Frauen auch mit den Strategien der Männer umgehen? Genau diese Fragen stellen wir uns in unserem Seminar „Wenn Frauen reden“ auch immer wieder.

Ich bin gespannt wie Sie es sehen! Fallen Ihnen Dinge, Strategien, Verhaltensweisen von Männern auf, die anders sind als unsere? Wenn ja, dann freue ich mich auf Ihren Beitrag hier. Ich bin mir sicher, wir haben eine Menge, worüber wir hier berichten können. Etwas intimer besprechen wir dieses Thema am 10.und 11. September in Berlin. Dann schauen wir auch genau auf unser eigenes Verhalten, passen wir uns den Dominanzstrategien der Männer an oder geben wir Kontra? Wie sieht es mit unserer Fähigkeit aus unsere Meinung zu platzieren? Wie gut ist unsere Selbstpräsentation? Was genau passiert, wenn wir den Mund aufmachen? Diese und viele weitere Fragen bieten viel Gesprächsstoff. Machen Sie mit!

Ihre

Judith Torma, M.A.

Blog: www.blog.rhetorikseminar.org und Bücher: www.de-oratore.de

p.s.: So sieht es eine Teilnehmerin, die an dem Seminar bereits teilnahm:

tat mir gut

Mut machend und stärkend - tat mir gut. Werd weiter machen.

von KulturGewerbeQuatier


Maulfaul – deutsche Ärzte reden nicht

Samstag, August 18th, 2007

Hin und wieder bin ich ja auch selbst Patient. So auch vor einigen Tagen.

So fahre ich nach Berlin, gehe zum angemeldeten Termin und werde so gar pünktlich rangenommen!

Aber bereits bei der Anmeldung fing es an. Die Damen, die sich später als die betreuende Person herausstellte, verriet mir nicht einmal wer sie war oder in welcher Funktion sie vor mir steht, schließlich war ich einer Praxis, in der es nur männliche Ärzte gab und dann plötzlich eine Frau. Nun gut also rein zur Untersuchung im MRT. Um meine Nervosität zu beruhigen wäre es klasse gewesen zu erfahren, was auf mich zu kommt. Alles was kam war: „Legen Sie sich einfach hin.“ Irgend wie hatte ich mir unter Erklären ein wenig mehr vorgestellt.

Vor einigen Jahren stolperte ich in den USA über Kollegen, die sich nur mit medizinischer Rhetorik befassten. Damals schüttelte ich lächelnd den Kopf, denn zum einem war meine Gastmutter eine tolle Unfallchirurgien und sehr kommunikativ zum anderen kannte ich bis dahin nur Ärzte, die gemeinsam mit mir arbeiteten. Und nun diese Erfahrung. Irgend wie zum Haare raufen.

Daher mein Tipp an alle mitlesenden Ärzte – machts Mundwerk auf! Redet mit Euren Patienten und erklärt ihnen einfach was gerade gemacht wird. Die Entspannung, die sich unweigerlich beim Patienten einstellen wird, erleichtert doch auch Ihnen Ihre Arbeit.

Gespräche richtig führen ist so unsagbar wichtig, finden Sie doch einfach heraus wie und nehmen Sie Kontakt mit mir auf – stellen Sie Fragen und mischen Sie mit!

Nächtliche Grüße,

Judith Torma, M.A.

Blog: www.blog.rhetorikseminar.org und Bücher: www.de-oratore.de


Lügt mein Körper?

Donnerstag, August 16th, 2007

Immer wieder ist zu lesen, dass 93% unsere Glaubwürdigkeit durch die Körpersprache eingeschätzt wird – nämlich durch unsere Mimik und unsere Gestik. Für viele Menschen stellt genau dieser Aspekt immer wieder ein riesiges Problem dar.

Was mach ich nur mit meinen Händen?

Seit Quintilian gibt es so etwas wie einen Code für die Gestik und die Mimik. Seinem Buch Ausbildung des Redners: Zwölf Bücher beschreibt er sehr genau In seinen 12 Büchern beschäftigt Quintilian sich immer wieder mit dem Thema der Körpersprache. Die Antike kannte Kodierungen wie den Brunnen, die Traufe, den Sieg, das Gemeinsame oder auch das abwehrende.

In unserer heutigen Zeit beobachte ich das immer wieder – gerade bei unsicheren Menschen, das die natürliche Körpersprache kaum zur Geltung kommt, aus Angst „man“ könnte etwas falsch machen.

Können wir etwas falsch machen? Nun die Frage ist wohl eher für einen Psychologen geeignet, der uns sicher schnell sagen wird, dass die meisten Gesten unbewusst ablaufen und gerade die Mimik selten voll kontrolliert wird. Insofern ja – unsere Körpersprache ist ein wichtiges Indiz dafür, ob wir es ernst meinen oder manipulieren, in dem wir uns verstellen.

Eine Anhaltspunkte, an denen Sie sich selbst kontrollieren können:

· Wie ist mein Stand? – gerade, aufrecht, fest, lockere Knie

· Wo sind meine Schultern? Oben am Ohr oder unten im Keller?

· Was machen meine Finger? Spielen mit dem Ring, halten einen Stift (Achtung Bleistifte brechen schneller als Sie vermuten!)

· Wohin blicken meine Augen? An die Decke, auf den Boden, aus dem Fenster oder gerade über die Köpfe meiner Zuhörer hinweg?

Nun so zumindest haben es viele meiner Teilnehmer immer wieder beschrieben.

Eine angenehme, lockere und doch Wohlfühlende Körperhaltung zu finden ist schwer und gehört deshalb zu den wichtigsten Aspekten einer guten Vorbereitung.

Am ehesten verändern lässt sich die Köperhaltung durch Bewusstmachung. Schauen Sie also bei Bildern und Videos von Ihnen selbst immer genau hin und überlegen Sie: „gefällt mir diese Körperhaltung? Vertraue ich der Person auf dem Bild?

Wenn Sie diese Aufgabe nicht allein bewerkstelligen, dann rufen Sie mich doch an und wir finden gemeinsam eine Lösung (+49+3385 + 51 79 38).

Ihre

Judith Torma